Über mich

Die Liebe zu den Bergen kam durch das Skifahren

Geboren und aufgewachsen bin ich im badischen Radolfzell, einer beschaulichen Kleinstadt am westlichen Ufer des Bodensees. Die Landschaft hier ist natürlich wunderschön, aber „richtige“ Berge sucht man hier vergebens. Der relativen Nähe zu den Alpen und natürlich meinen Eltern habe ich es zu verdanken, dass ich schon sehr früh (mit 5 Jahren) die Schönheit der Berge kennen lernen durfte. Zunächst war ich aber überwiegend im Winter zum alpinen Skifahren in den Alpen. Lange Zeit war dies mein Hauptsportart und das Laufen und Mountainbiken im Sommer war eher als Vorbereitung für die nächste Wintersaison gedacht. In meiner Jugend verschob sich dann aber langsam mein sportlicher Schwerpunkt: Ich habe aufgehört Skirennen zu fahren, dafür war ich immer öfters und auch länger laufend unterwegs. Zunächst hiess das, dass ich auch nur noch selten, an den wenigen verbleibenden Skitagen, in die Berge kam. Eigentlich schade, denn meine Liebe zur Natur und den Bergen hatte ich nicht verloren!

Berge und Laufen? Es geht beides!

Es war mein Vater, der die Liebe zu den Bergen und die Leidenschaft zu Laufen wieder zusammenbrachte: Zunächst begleitete ich ihn, wenn er als ebenfalls begeisterter Läufer an Bergläufen teilnahm. Aber bald waren uns die reinen Bergsprints zu wenig und wir waren an immer mehr Sommerwochenenden auf privaten Bergtrips unterwegs. Dabei galt stets: Je mehr Pfade, desto besser und alles, was man bergauf gelaufen ist, wird auch wieder runter gelaufen! Ohne dass es uns bewusst gewesen wäre, waren wir damals also schon Trailrunner.
An Wettkämpfen teilgenommen habe ich damals eher selten. Neben den „normalen“, flachen Läufen, kannte ich nur die Bergläufe und die waren für mich zu kurz und „unvollständig“.

Sommer 2011: Die erste erfolgreiche Wettkampf-Saison

Erst 2011, nachdem ich mein Ingenieursstudium abgeschlossen hatte, wurden die Wettkämpfe zahlreicher und meine Ambitionen grösser. Ich wählte möglichst lange Bergläufe, bei denen man auch bergab laufen musste. Mit 2 zweiten Plätzen beim Swissalpine K42 und dem Ferwall-Marsch, konnte ich meine ersten grösseren Erfolge in den Bergen feiern.

Neben meinem Vater hat dazu auch mein Freund und Trainingspartner Christian beigetragen. Ich habe ihn damals per Zufall kennen gelernt und er war es, der mich ermutigt hat an Wettkämpfen teilzunehmen und mir das nötige Selbstvertrauen gegeben hat.

Sommer 2012: Berufseinstieg, Verletzungen, Schlüsselbeinbruch

Die darauffolgende Saison (2012) war dann sehr hart für mich: Umzug in die Schweiz und erster Job als Entwicklungsingenieur, langwierige Verletzungen und dann auch noch ein Schlüsselbeinbruch haben mich immer wieder aus der Bahn geworfen. Die vielen Zwangspausen hatten aber auch etwas Gutes: Als ich im Krankenhaus lag, hat mir Christian als Motivationsschub ein Trail-Magazin geschenkt. Ich habe es von vorne bis hinten gelesen und da ist mir erste bewusst geworden, dass neben der Berglauf- eine Traillauf-Szene heranwächst und dass diese Art zu laufen genau das ist, was ich am liebsten mache. Daraufhin habe ich begonnen Pläne für die kommende Saison zu schmieden. Dass diese mit mehreren Podest-Plätzen, Siegen und der Aufnahme ins Salomon Trailrunning-Team gekrönt werden würde, hätte ich mir damals aber nicht erträumen lassen…