Rückblick 2014: Viele Höhen wenige Tiefen #5

Churfirsten, Parseierspitze, Sardona-Welterbe-Weg: Die wahren Highlights

Der Spätsommer und der Herbst waren unterm Strich die beste Zeit des Jahres. Es standen keine wichtigen Wettkämpfe mehr an und endlich, endlich haben sich stabile Hochdruckgebiete über den Alpen breit gemacht. Ideale Voraussetzungen, um private Laufprojekte in Angriff zu nehmen! Nach dem Prättigau Höhenweg im vergangenen Jahr, habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, die 7 Churfirsten abzulaufen. Die Tour habe ich auch gemacht und sie war auch sehr schön. Aber wegen dem (noch) nicht so tollen Wetter und der vergessenen Verpflegung, war es nicht das ganz grosse Highlight. Die habe ich bei 2 Touren erlebt, die ich eigentlich nicht geplant habe. Zunächst war es die gemeinsame Tour mit Philipp Quack im Lechtal. Die schroffen Berge, die teils hochalpinen Pfade und natürlich die Kraxelei auf die „Königin der Lechtaler Alpen“, die Parseierspitze, waren die Zutaten für einen perfekten Tag. Danke Philipp, dass du mich mitgenommen hast!

Blick von der Parseierspitze

Blick von der Parseierspitze

Da das goldene Oktoberwetter auch am folgenden Wochenende noch halten sollte, kam ich auf die Idee, ein noch grösseres Projekt in Angriff zu nehmen: den Sardona-Welterbe-Weg. Seit ich das erste Mal von dem 83 Kilometer langen Fernwanderweg durch mein liebstes Trainingsgebiet weiss, hat er mich nicht mehr losgelassen. Mir war klar, dass ich ihn irgendwann einmal ablaufen MUSS. Am 4. Oktober war es dann so weit. Mir fällt es schwer, über diesen Tag zu schreiben. Ich kenne keine Worte, um die Schönheit der Berge und meine Empfindungen angemessen zu beschreiben. Aber das ist auch nicht notwendig. Es war der beste Tag meines Lebens und ich frage mich, ob eine Steigerung überhaupt möglich ist.

Kurz nach dem Sonnenaufgang

Kurz nach dem Sonnenaufgang

UTLO: Krönender Abschluss einer fast perfekten Saison

Nur 2 Wochen danach stand der letzte Wettkampf der Saison auf dem Programm: der Ultratrail del Lago di Orta. Auch wenn ich wusste, dass die Strecke genial ist, hielt sich meine Motivation in Grenzen. Nach dem Sardona-Welterbe-Weg war die Luft ein wenig raus, die lange und anstrengende Saison machte sich so langsam bemerkbar. Sobald der Startschuss fiel, war davon nichts mehr zu spüren. Wie schon im letzten Jahr lief es super und ich konnte den Wettkampf wirklich geniessen. Vielleicht lag das an den perfekten Trails, dem sommerlichen Wetter, dass ich an der Führung liegend genau meinen Rhythmus laufen konnte, oder den zahlreichen Anfeuerungsrufen. Oder an allem zusammen. Egal, der UTLO war ein perfekter Saisonabschluss und ich weiss schon jetzt, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde!

Deshalb liebe ich den UTLO!

Deshalb liebe ich den UTLO!

Was ich noch zu sagen habe

DANKE an meine Ausrüster Salomon, Suunto und Powerbar.

DANKE an meine Familie und all meine Freunde.

DANKE an alle, die meine sportlichen Aktivitäten verfolgen, mich anfeuern, Tipps geben, …

One Reply to “Rückblick 2014: Viele Höhen wenige Tiefen #5”

  1. „Es war der beste Tag meines Lebens und ich frage mich, ob eine Steigerung überhaupt möglich ist.“

    Wow…genial! Solche Läufe sind etwas ganz besonderes! Ich kann dich sehr gut verstehen

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