Rückblick 2014: Viele Höhen wenige Tiefen #3

K78: DNF mit Ansage

Das Problem nach einem grossen sportlichen Erfolg: Man reitet erst mal auf einer Welle der Euphorie und vergisst deshalb, dass der Körper gerade jetzt Erholung braucht. Matthias Dippacher hat mir mal gesagt, dass die Regenerationszeit davon abhängt, wie viel man bei einem Rennen investiert hat. Wie recht er damit hat! Beim ZUT jedenfalls habe ich viel, sehr viel investiert und eigentlich hätte ich eine angemessene Regenerationszeit gebraucht. Voller Euphorie wollte ich davon nichts wissen und habe praktisch nahtlos weiter trainiert. Zunächst ging das erstaunlich gut (→ Euphoriewelle!), aber irgendwie wollten meine Beine nicht mehr locker werden und dann hat auch noch meine Fusssohle angefangen zu schmerzen 🙁 Dass ich gerade dann beim Montafon Arlberg Marathon gestartet bin, war natürlich nicht ideal, ich weiss. Und wenn ich ehrlich bin, wusste ich das schon damals. Den Marathon bin ich dann mit Schmerzen gelaufen. Erst war es die rechte Fussohle, nach einem Sturz auf einer fiesen Schotterstrasse dann mein linkes Knie. Ganz nach dem Motto: „Schmerzen an einer Stelle merkt man nicht mehr, wenn man stärkere Schmerzen an einer anderen Stelle hat…“ Zwar habe ich den Marathon gewonnen, aber den Preis, den ich dafür zahlen musste, war hoch. Die Schmerzen an meiner Fussohle waren danach so schlimm, dass ich kaum noch laufen konnte.

Zwischenzeitlich hatte ich den nächsten Wettkampf, den Swissalpine K78, schon abgeschrieben. Aber dann habe ich den gleichen Fehler wie schon beim Montafon Arlberg Marathon gemacht und bin doch gestartet. Dass man aus Fehlern lernt, stimmt also nicht immer. Ob es die richtige Entscheidung war nach 47 km aus dem Rennen zu gehen? Vermutlich schon, trotzdem hatte ich in den nächsten Tagen und Wochen schwer zu kämpfen. Das war definitiv die schwierigste Zeit des Jahres. Das Selbstbewusstsein hat sehr gelitten und ich zweifelte, ob ich dem nächsten geplanten Wettkampf, dem Transalpine-Run, gewachsen war.

K78 Berguen

Wie das Wetter, so der Tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*