Rückblick 2014: Viele Höhen wenige Tiefen #2

Transvulcania: Start nach Mass

Nachdem ich den Härtetest beim Trail du Petit Ballon problemlos überstanden hatte, konnte ich endlich wieder richtig ins Lauftraining einsteigen. Besonders viel gebracht haben mir die Tage mit dem Salomon-Team Deutschland (und ein bisschen Österreich) in Kroatien! Sehr technische Trails, viele Kilo- und natürlich auch Höhenmeter waren ideal für meinen ersten Saison-Höhepunkt: den Transvulcania. Der Lauf war es wirklich wert, die An- und Abreise-Odysse auf sich zu nehmen. Nicht nur weil es so super lief, sondern auch wegen der umwerfenden Landschaft und der logischen Streckenführung auf diesem Mega-Grat entlang der Caldera de Taburiente. Kurz: Jeder Trailrunner muss diesen Lauf mal gemacht haben!

Die aussergewöhnliche Landschaft auf der Vulkan-Indsel

Die aussergewöhnliche Landschaft auf der Vulkan-Indsel

Lodrino-Lavertezzo: Tapetenwechsel

Auch wenn ich am Ende haarscharf am Podium vorbeigeschrammt bin, erinnere ich mich gerne an das Skyrace Lodrino-Lavertezzo zurück. Ein kurzes, unkompliziertes Rennen ohne Schnickschnack. Start in Lodrino, 2000 steile Höhenmeter bergauf, 2000 steile und technische Tiefenmeter bergab, Ziel in Lavertezzo. Das war’s. Ich hatte einen richtig guten Tag, habe alles gegeben, aber auf dem sehr anspruchsvollen Downhill war ich einfach nicht so schnell wie 3 meiner Konkurrenten. Trotz 4. Platz war ich sehr zufrieden, schliesslich bin ich mir meiner Zeit unter dem alten Streckenrekord von Dennis Brunod (!) geblieben.

ZUT: mein bisher grösster Erfolg

Der Zugspitz Ultratrail war definitiv das schwerste Rennen in diesem Jahr. Nicht nur, weil ich zum ersten Mal 100 Kilometer laufen musste, sondern auch wegen dem enormen Druck, der auf mir lastete. Als Favorit mit Startnummer 1 ins Rennen zu gehen war mir sehr unangenehm. Ich mag es einfach nicht, schon vor dem Rennen im Mittelpunkt zu stehen. Auch wenn ich nach dem ersten Drittel die Führung übernehmen konnte, habe ich mich immer wie ein Gejagter gefühlt. Ich durfte einfach nicht locker lassen! Erst als ich auf das letzte Flachstück nach Grainau einbog, als ich wusste, dass mir nichts mehr passieren kann, ist der Druck abgefallen. Und als ich beim Zieleinlauf meine Zeit gesehen habe, ist mir auch klar geworden, warum es so verdammt hart war!

Der Zieleinlauf

Der Zieleinlauf

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