Na also, geht doch!

Vor zwei Jahren bin ich beim Pizol Altiski zum ersten Mal bei einem Skitourenrennen gestartet. Damals lief es nicht besonders gut und wirklich Spass gemacht hat es mir auch nicht. Mir war das damals zu hektisch, zu kurz und das mit den Fellwechseln im Wettkampfmodus hat mich überfordert.

Start: schon wieder verkorkst

Mittlerweile bin ich auf den Geschmack gekommen, auch die intensiven Skitourenrennen machen mir Spass. Dementsprechend motiviert stehe ich heute im dichten Nebel an der Startlinie. Aufgeregt bin ich zwar auch dieses Mal, aber es ist eine positive Nervosität. Wie immer stürmen alle wie verrückt in den ersten Anstieg. Ich halte mich zurück, ich habe ja noch knapp 2000 Höhenmeter Zeit um aufzuholen. Lieber einen guten Rhythmus finden. Doch zack, plötzlich liege ich auf dem Boden und rutsche in die falsche Richtung den Abhang hinunter. Es ging so schnell, dass ich gar nicht recht weiss was passiert ist.

Jetzt heisst es cool bleiben, aufstehen und versuchen wieder aufzuholen. Das ist nicht einfach, denn gerade zu Beginn des Rennens ist das Tempo sehr hoch. Es gelingt mir trotzdem und etwa zwischen Start und Furt habe ich das Führungstrio Geri, Sandro und Marco eingeholt. Ich hänge mich vorerst an sie dran, doch schon bald muss erst Marco und dann auch Sandro abreissen lassen.

1. Runde: es läuft!

Wow, genial, ich laufe mit Geri an der Spitze des Altiskis! Ich habe sogar das Gefühl ein kleines bisschen Reserve zu haben, halte mich aber vorerst zurück. Erst kurz vor dem Wendepunkt bei der Pizolhütte übernehme ich die Führung. Das bleibt aber nicht lange so, denn schon beim Fellwechsel ist Geri wieder vorne und nach der ersten Abfahrt im dichten Nebel hat er eine Minute Vorsprung rausgeholt. Da sieht man deutlich, dass es beim Skibergsteigen eben nicht nur darum geht, wer bergauf die stärksten Beine hat. Es ist auch eine Frage der Technik! Und da kann ich nach wie vor nicht glänzen.

2. Runde: es läuft immer noch!

Zugegeben, ich laufe nicht gerne zwei Mal die gleiche Runde in einem Wettkampf. Aber leider ist das beim Pizol Altiski so. Von der Furt geht es wieder hoch zur Pizolhütte und dann wieder runter.
Der Fellwechsel klappt für meine Verhältnisse ganz gut, doch von Geri ist trotzdem nichts mehr zu sehen. Ob ich wieder zu ihm aufschliessen kann? Ich versuche es natürlich und kann ihn oberhalb der Nebelgrenze auch wieder sehen. Aber meine Beine sind nicht mehr frisch genug um nennenswert Zeit gutzumachen. Aber sie sind auch nicht so müde, dass Sandro zu mir aufschliessen kann. Von daher also alles tiptop. Bei der zweiten Abfahrt bin ich etwas selbstbewusster und wohl auch etwas schneller, aber das macht auch keinen Unterschied mehr. Ein bärenstarker Geri gewinnt das Rennen (Gratulation!), ich bin wirklich extrem zufriedener Zweiter!

An dieser Stelle ein dickes Lob an die Organisatoren. Man merkt, dass dort selbst erfahrene Skitourenrennläufer mit Herzblut dabei sind. Wirklich alles hat wie am Schnürchen geklappt, die Strecke war bestens präpariert und markiert. Einziger Kritikpunkt: die Streckenführung. Jetzt ist es eine 08/15-Strecke im Skigebiet, bei der man auch noch zwei Mal das Gleiche laufen muss. Im Vergleich zur ursprünglichen Strecke (Wangs – Pizolsattel – Mittelstation – Furt) ein herber Rückschritt, wie ich finde.

Bilder: Veranstalter
Video: Martina Hidber

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