Kurzurlaub am Genfer See

Da ich mich auch vom Eiger Ultra Trail (EUT) recht schnell erholt habe, war klar, dass ich vor dem Transalpine Run noch einen Wettkampf einschiebe. Zunächst wollte ich mir was Spannendes Anfang August raussuchen, also 3 bis 4 Wochen nach dem EUT. Aber als mich Diego Pazos zu „seinem“ Rennen, dem Montreux Trail Festival, eingeladen hat, war schnell klar, dass ich dort starten würde. Natürlich nicht beim 163 Kilometer Monster, sondern „nur“ bei den 60 Kilometern (La Villars60). 2 Wochen Erholung vom EUT sind meiner Meinung nach recht kurz, aber ich hatte ein gutes Gefühl, dass ich den Wettkampf ohne Probleme wegstecken würde.
So ging es am Freitag in aller Ruhe zum Kurzurlaub ins Waadtland. Und Urlaubsgefühle kamen auch wirklich auf bei dem lauen Sommerabend in Montreux, am Ufer des Genfer Sees. Herrlich!
An die Strecke hatte ich grosse Erwartungen, schliesslich hat sie im Wesentlichen Diego höchstpersönlich festgelegt. Und er als Schweizer Trailläufer der letzten beiden Jahre, weiss mit Sicherheit, was schön ist. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, bietet knackige Anstiege, technische Trails und herrliche Ausblicke! Absolut empfehlenswert.

Bild: Veranstalter

Und auch die Organisation war für eine Erstaustragung hervorragend. Spontan wüsste ich nicht, was man unbedingt verbessern müsste. Einzig das Datum – Ende Juli, mitten im Hochsommer – würde ich überdenken. Da die Route selten oberhalb von 2000 Metern verläuft und das Klima in der Nähe des Genfer Sees recht mild ist, könnte man das Event auch sehr gut im Frühsommer oder Herbst ausführen. Das hätte den grossen Vorteil, dass die Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen nicht so gross wäre.
Mein gutes Gefühl hat mich auch dieses Mal nicht getäuscht. Es lief zwar nicht so sensationell wie beim Eiger, aber immer noch sehr gut. Dass ich am Ende 20 Minuten auf Gediminas Grinius, dem Zweitplatzierten des UTMBs im letzten Jahr, herauslaufe, habe ich aber nicht erwartet.
So kann die Saison gerne weitergehen 🙂

Bild: Veranstalter

Bei den Damen gewinnt wie schon beim Scenictrail K54 Vera Schneebeli – ganz knapp vor Carrie Beadle, die sich kurz vor dem Ziel noch verlaufen hat.

Und die Langdistanz wird einmal mehr von Andrea Huser dominiert. Zwar läuft Sangé Sherpa als erster ins Ziel, hat am Ende aber nur noch 4 Minuten Vorsprung auf die Schweizer Meisterin im Traillauf. Unglaublich.

Hier geht’s zum Move (Movescount) und hier zur Aktivität (Strava).
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