It’s Skimo-Time!

So genial das Prättigau im Sommer zum Trailrunning ist, im Winter sieht das anders aus. Auch in diesem überhaupt nicht winterlichen Winter sind die Berge zu tief verschneit, als dass man dort mit Genuss laufen könnte. Im Tal unten kann man natürlich immer rennen, doch das empfinde ich nicht wirklich als Hochgenuss. All das ist aber überhaupt kein Problem, denn das Prättigau ist nicht nur ein Trailrunning-, sondern auch ein Skitouren-Paradies!!

Am Anfang des Winters, Schnee lag praktisch keiner, war das Skitourengehen (auf Kunstschneepisten) eine willkommene Ergänzung zum Lauftraining. Doch als der echte Schnee kam, hat sich das Gleichgewicht deutlich verschoben. Im Moment bin ich viel öfter mit Skieren unterwegs, als mit Laufschuhen. Dass die Temperaturen nach dem kurzen Winter-Intermezzo im Januar wieder beängstigend angestiegen sind und das Tal wieder aper ist, ärgert mich gewaltig. Es war so herrlich die Skier praktisch vor der Haustüre anziehen zu können! Hoffentlich kommt der Winter noch einmal zurück.
Und trotzdem sind die Schneeverhältnisse hervorragend – man muss nur weit genug hinauf. Der ideale Ausgangspunkt für mich ist St. Antönien. Dank der Höhe recht schneesicher und schier unbegrenzte Möglichkeiten für den Skitourengänger. Aber auch das nahe gelegene Flüelatal kann man nur mit Superlativen beschreiben! Nicht verwunderlich, dass da einige Hammer-Touren zusammengekommen sind. Allen voran die 4-Gipfel-Tour im Flüelatal (Danke Pascal!) und die 7-Gipfel-Tour in St. Antönien (Danke Reto!).
Nach all den Höhenmetern auf Skieren, war klar, dass ich auch mal einen Wettkampf bestreiten muss! Der Pizol Altiski bot sich für meine „Premiere“ perfekt an. Nur ein Steinwurf entfernt, verhältnismässig viele Höhenmeter und eine geniale Strecke! Zwar wurde es auch bei der 10. Ausgabe nichts mit der Originalstrecke vom Tal über die Wildseeluggen zum Pizolsattel, aber auch die Ersatzstrecke war sehr schön. Das Rennen verlief nicht so wie ich es mir erhofft hatte. Nach dem hektischen Start, hatte ich Probleme meinen Rhythmus zu finden und meine Beine waren bleischwer. Vermutlich hatte ich in den Tagen und Wochen davor zu viel gemacht und meine Art zu trainieren ist nicht ideal für so kurze Rennen. Ich müsste mehr „kurz und hart“ als „lange und langsam“ trainieren. Und natürlich auch der schnelle Fellwechsel. Naja, vielleicht habe ich mit meinen verzweifelten Versuchen meine verwurstelten Felle auseinander zu reissen die Zuschauer unterhalten 😉
Mein Fazit: ich bin ein leidenschaftlicher Tourenskiläufer, aber kein so guter Tourenskirennläufer.

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