Ich bin dann mal weg

Dieser März war voll gepackt mit sportlichen Terminen: erst hiess es Höhenmeter sammeln für einen guten Zweck beim Snow Leopard Day in St. Antönien, dann das Highlight der Skitouren-Wettkampf-Saison mit der Pierra Menta, anschliessend eine Skitourenwoche auf der Lämmerenhütte und zum Abschluss der Swiss Skimarathon in Kandersteg. Nein, langweilig sollte es mir nicht werden.

Pierra Menta: Chunt guät!

Zunächst war aber nicht klar, ob ich dieses Programm tatsächlich so durchziehen konnte. Denn der Start bei der Pierra Menta stand lange auf der Kippe. Zunächst, weil wir erstmal gar keinen festen Startplatz bekommen haben. Wir standen bis eine Woche vor dem Rennen lediglich auf der Warteliste. Und dann bin ich zu allem Überfluss auch noch krank geworden. Die 7’000 Höhenmeter im Föhnsturm beim Snow Leopard Day waren vermutlich doch etwas viel für meinen Körper. Aber gerade noch rechtzeitig ging es langsam besser. Jetzt, da wir auf den letzten Drücker doch noch einen Startplatz bekommen haben und vor allem weil Reto Familie hat und es für ihn nicht leicht ist fast eine Woche freizunehmen, habe ich entschieden es einfach zu probieren. Ganz nach unserem Motto „Chunt guät“.
Die ersten beiden Tage waren zwar ziemlich mühsam, aber an den letzten beiden Wettkampftägen habe ich mich wieder richtig gut gefühlt. An der legendären Pierra Menta teilnehmen zu dürfen, war ein grossartiges Erlebnis. Zwar fielen die wirklich spektakulären Streckenabschnitte der zu grossen Lawinengefahr bzw. dem schlechten Wetter zum Opfer. Aber auch die Ersatzstrecken waren genial und ausserdem haben Reto und ich als Team hervorragend funktioniert. Danke für die tollen Tage, Reto! Jederzeit wieder 🙂

Abschalten auf der Lämmerenhütte

Nach einer mühsamen Rückfahrt mit Starkregen und jeder Menge Stau direkt nach dem Wettkampf, ging es am nächsten Morgen gleich weiter: ins Grenzgebiet zwischen Berner Oberland und Wallis. Auf der Lämmerenhütte wollte ich eine Woche lang eine für mich ganz neue Ecke der Schweiz auf den Tourenski erkunden. Zwar war die Wahl der möglichen Gipfel wegen der immer noch erheblichen Lawinengefahr beschränkt und das Wetter mit eisiger Bisenströmung zum Teil recht unangenehm. Trotzdem war es eines der besten Wochen überhaupt! Feinster Pulverschnee, eine gigantische Bergwelt, neue Bekanntschaften, kein Internet, aber vor allem die wunderschön gelegene und perfekt geführte Hütte waren die Gründe dafür. Ehrlich gesagt war ich am Ende der Woche gar nicht besonders motiviert wieder ins Tal zu gehen und schon wieder ein Skitourenrennen zu laufen.

Swiss Skimarathon: der perfekte Abschluss

Aber das hat sich schnell geändert, als ich meinen Teampartner Chris Moser getroffen habe und wir unsere Beine bei einem kleinen Lauf gelockert haben. Zumal die Strecke des Swiss Skimarathon ja durch mein Trainingsgebiet der letzten Tage führt und bei der Lämmerenhütte ein grosser Verpflegungsposten ist! So fiel es auch nicht schwer mitten in der Nacht aufzustehen und die 40 Kilometer und 3’700 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Auch der Swiss Skimarathon verlief bestens. Trotz der vielen Höhenmeter der vergangenen Tage waren meine Beine frisch und auch Chris konnte voll durchziehen. Lediglich bei den letzten beiden Anstiegen habe ich ihn ein wenig mit dem Seil ziehen müssen/dürfen 🙂 Belohnt wurden wir mit einem 2. Platz in der Gesamtwertung, was natürlich das I-Tüpfelchen dieses ereignisreichen Monats war!

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