Früher Start in die Skitourensaison

Laufen statt schreiben

Seit meinem letzten Beitrag sind nun schon 3 Monate vergangen! Eine lange Zeit, in der nicht etwa wenig lief. Im Gegenteil, ich war so viel unterwegs, dass mir schlicht die Zeit gefehlt hat, um einen Beitrag zu schreiben. Gründe hätte es eigentlich genug gegeben. Im Herbst waren es geniale Trailruns (z.B. Lagginhorn, Top of Liechtenstein oder Sentiero Alpino Calanca) und ab November dann die ersten Skitouren. Auch wenn es eine sehr spezielle Stimmung ist, noch im Dezember mit den Laufschuhen in den Bergen zu sein, zu dieser Jahreszeit sind mir die Tourenskier dann doch lieber 🙂

Ja, ich liebe die Berge!

Winteranfang mit viel Schnee…

Zum Glück hat es Frau Holle in diesem Jahr gut gemeint mit dem Prättigau. Ab Mitte November lag bereits ausreichend Schnee, um abseits der beschneiten Skipisten auf Tour zu gehen. Dementsprechend konnte ich schon viele Höhenmeter sammeln. Aber noch viel wichtiger als die Höhenmeter: es waren schon so viele POWDER-Tage dabei, wie im gesamten Winter nicht. Allein das ist schon Gold wert!

First Lines Anfang Dezember

…und dem ersten Skitourenwettkampf

Nach wie vor sehe ich mich nicht als Skitouren-Wettkämpfer. Ich liebe diesen Sport, habe aber keinerlei Ambitionen etwas Bestimmtes zu erreichen. Als (stolzes!) Mitglied des Flütsch Skitouring Team hatte und habe ich trotzdem vor, einerseits bei regionalen kleinen Rennen, andererseits bei den legendären Klassikern wie Pierra Menta oder PDG teilzunehmen.
Der erste Wettkampf, bei dem ich teilgenommen habe, war der Heuberge-Lauf. Im Prinzip ein Heimrennen, da war die Teilnahme eigentlich Pflicht. Beim Blick auf die ursprünglich geplante Strecke fiel mir eigentlich nur eins ein: das gibt ein hektisches Intervalltraining! 4 Anstiege, 4 Abfahrten, 7 Fellwechsel bei nicht einmal 1000 Höhenmeter. Verrückt, solche Mini-An- und Abstiege gibt es bei meinem üblichen Training nicht… Aber was soll’s, einfach mal was Neues ausprobieren schadet ja nicht.

Streckenänderung: noch kürzer!

Ich beschloss zum Warmwerden von Fideris zum Start in die Heuberge zu laufen. Als ich fast oben war, kamen mir komischerweise permanent Läufer mit Startnummer entgegen. Was machen denn die? Ist es denen zu kalt für den Wettkampf? Meine ebenfalls abfahrenden Teammitglieder haben mich dann aufgeklärt: die Originalstrecke kann wegen Neuschnee und starkem Wind nicht begangen werden. Stattdessen wird vom „Eggli“ in die Heuberge gelaufen. Das bedeutet: 550 mickrige Höhenmeter auf 4.5 Kilometer. Ein Sprintrennen, das so flach ist, dass man vermutlich mit den Langlaufskieren mitmachen könnte. Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt, auf den Wettkampf zu verzichten, das war nun wirklich nicht nach meinem Geschmack. Aber letztlich stand ich doch an der Startlinie. Einen Rückzieher zu machen, nur weil mir die Strecke zu kurz ist, wäre schäbig gewesen. Eine sehr gute Entscheidung, denn entgegen aller Erwartungen hat mir das Sprintrennen nicht nur Spass gemacht, es lief auch super gut! Ich habe mit weniger als einer halben Minute Rückstand auf den Sieger als 6. das Ziel erreicht. Das war für mich tiptop! So kann es weiter gehen 🙂

Harter Kampf beim Heuberge-Lauf

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