Erfolgreicher Saisonabschluss beim Frauenfelder

Zur Abwechslung mal ein Bericht von meinem Vater:

Schon wieder ein Marathon – hoffentlich geht das gut!

Ich sage noch: „Mach langsam“, als Stephan am Sonntagmorgen anrief und mir erzählte das er nach Frauenfeld fährt, um dort den Marathon zu laufen .Wohl wissend was Stephan in diesem Jahr in den Knochen hat, machte ich mir als Vater natürlich sorgen. Jetzt auch noch ein „Flachmarathon“ (ca.600 hm) – hoffentlich geht das gut. Am besten ich setze mich gleich ins Auto und fahre an den Ort des Geschehens. „Einer muss ja aufpassen“. Was natürlich ein Quatsch ist, Stephan kann selbst am besten entscheiden, was gut für Ihn ist und was eben nicht. Ich bin dann trotzdem losgefahren, um ihn beim Halbmarathon in Wil zu erwischen und anzufeuern.

Halbzeit: Stephan nicht mehr ganz so locker

Mit einer Durchgangszeit von ca. 1:19 h noch auf Platz 2 liegend, kam er dann doch nicht ganz so locker, wie ich es von ihm kenne. Nach der Frage wie es ihm geht kam die Antwort: „Es geht so“. Ich gab ihm noch den Rat, er solle in aller Ruhe weiter laufen und erst zum Schluss den, mit 400 bis 500 m in Führung liegenden Sieger des Winterthur Marathon (Christoph Feremutsch) anzugreifen. Aber wie gesagt, ganz so frisch sah er nicht mehr aus und ich wusste nicht, ob er das heute wirklich packen würde…

© Felix Walker

© Felix Walker

Stephan übernimmt die Führung

Danach bin ich sofort wieder ins Auto gesprungen und in den nächsten Durchgangsort zu fahren. Ich war gespannt, wie es Stephan ergangen ist und hoffte, dass er nicht zurückgefallen ist. Umso mehr war ich überrascht, als er mit einem breiten Lächeln hinter dem offenbar schwächelnden Führenden herlief. Er erkläre mir dann, dass er jetzt erst einmal in Ruhe hinter Feremutsch herlaufen wolle und gratulierte mir noch zum Geburtstag… Offenbar hat er seinen Rhythmus wieder gefunden.

5. Sieg in dieser Saison

Auf zum nächsten Etappenort, die Sache scheint ja doch noch erfolgreich zu werden! Der auf dem Führungsrad sitzende grinste schon, als er mich wieder sah, denn kurz darauf kam Stephan mit einem deutlichen Vorsprung auf den nächsten Läufer. Mir war klar, dass er das Ding gewinnt, wenn alles ganz bleibt. Schliesslich kann er jetzt seine Qualitäten als Ultra-Läufer ausspielen. Entspannt fuhr ich also ins Ziel und konnte zuschauen, wie er mit über 3 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten und einer Zeit von 2:40:27 h ins Ziel einlief.

Eine kleine Wettkampfpause könnte trotzdem nicht Schaden, um im nächsten Jahr wieder mit voller Kraft angreifen zu können!

 Text: Jürgen Hugenschmidt

Kurz nach dem Start

Auf der Strecke

 

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