Ein versöhnlicher Rückblick aufs Jahr 2015

Verkorkst? Eigentlich nicht!

Auch wenn das Wetter so gar nicht zum Datum passt: das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit also, wieder zurück auf die vergangenen 12 Monate zu blicken.
Es war sicherlich kein einfaches Jahr für mich. Ich war sehr motiviert und hatte mit den geplanten Starts beim Südtirol Ultra Skyrace und natürlich UTMB grosse Ziele. Doch wie es halt so ist, wenn man grosse Pläne schmiedet: es kommt erstens anders und zweitens als man denkt. In meinem Fall kam die Verletzung an der Leiste. Trotzdem will ich nicht sagen, dass ich ein verkorkstes Jahr hatte. Im Gegenteil, im Nachhinein betrachtet war es eigentlich ein sehr gutes Jahr!
Denn die Verletzung hatte auch etwas Gutes. Ich bin mit grossem Glück (Danke Geri!) bei einem Spezialisten gelandet, der mir ein wenig die Augen geöffnet hat. Ich habe gelernt, dass man als Läufer halt nicht nur laufen kann. Man muss seine Beine auch „pflegen“ – nicht um schneller zu werden, sondern um Verletzungen vorzubeugen. Lesson learned. Jetzt heisst es nur aufpassen und dran bleiben!

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Der Hauptgrund, weshalb ich mit diesem Jahr trotz allem zufrieden bin, ist aber der Umzug in die Berge und der Jobwechsel. Ich habe mir damit einen Traum erfüllt. Und noch immer bin ich jedes Mal aufs Neue begeistert, wenn ich auf meinem Hausberg, der Sassauna, stehe, den Blick schweifen lasse und tief unten im Tal meinen Wohnort Schiers sehe. Es war die absolut richtige Entscheidung hierher zu ziehen. Wie heisst es so schön? „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“. Wie wahr!

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Blick ins Tal von meinem Hausberg, der Sassauna. Unten im Schatten liegt Schiers.

Alp-Träume vor der Haustüre

Aber auch aus sportlicher Sicht gibt es unterm Strich keinen Grund zu klagen. Ich hatte zwar nur 4 Mal eine Startnummer an, aber jedes Mal lief es richtig gut und ich konnte gewinnen. 100% Ausbeute sozusagen :-). Und nicht zu vergessen die vielen, vielen Touren direkt vor meiner Haustüre! Ich war 23 Mal auf der Sassauna, 5 Mal auf dem schönsten aller Gipfel (Schesaplana), dem König der Ostalpen (Tödi), endlich einmal auf dem Pizol, bin mit Volldampf auf die Haldensteiner Calanda gerannt, übers Chammegg auf die Gauschla gekraxelt, 5 Mal den GRATweg abgelaufen, habe die 7 Churfirsten von Walenstadt aus bestiegen, den Prättigauer Höhenweg zum zweiten Mal unter die Füsse genommen, … Wenn ich das so schreibe und die Erinnerungen hochkommen, muss ich sogar sagen: es war ein verdammt gutes Jahr!

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MEGA-Panorama auf der Schesaplana

Danke!

Ein grosses Dankeschön an alle, die mich in diesem Jahr auf unterschiedlichste Weise unterstützt haben: Umzugshelfer, Tourenführer, Begleiter, Aufmunternde, Vermittler, Ausrüster, Freunde, … ihr wart super!

Für alle Freunde der Statistik: Im nächsten Beitrag gibt es wieder meinen trockenen Jahresrückblick – Zahlenspiele 2015.

One Reply to “Ein versöhnlicher Rückblick aufs Jahr 2015”

  1. Das ist doch wirklich ein versöhnlicher Jahresrückblick…
    …so muss es sein! Super Stephan!

    Dann wünsche ich dir für das kommende Jahr schon mal alles Gute

    Lass es krachen und genieße es mindestens genauso wie 2015

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