Attacke beim Nightattack!

Das nächste Intervalltraining

Am zweiten Dezemberwochenende findet nun zum 13. Mal die Nightattack Flumserberg statt. Ein kurzes Skitouren-Vertical (4.5 km / 720 hm), das in der Region recht bekannt und deshalb immer top besetzt ist. Vor dem Heuberge-Lauf war das Rennen kein Thema für mich, weil es am Samstagabend stattfindet. Bei einer Teilnahme müsste ich also einen ganzen freien Tag opfern, nur um mich am Abend kurz auszukotzen. Aber der Heuberge-Lauf hat mich doch angefixt und ausserdem zwingt mich ja niemand den ganzen Samstag nur auf dem Sofa zu sitzen! Ich könnte mich am Morgen ja „Warmlaufen“ 🙂
Genau das habe ich dann auch gemacht. Letztlich wurden es 2000 ganz lockere Höhenmeter im Skigebiet Grüsch-Danusa. Für manch einen mag das nach einer nicht idealen Vorbereitung klingen. Ich glaube aber, dass es mir nicht geschadet hat. Nach einem ganzen Tag rumgammeln, wäre ich nur träge und unzufrieden geworden. So aber fühle ich mich gut und bin motiviert für den Wettkampf!
Glücklicherweise kann ich beim Teamchef Georg und Madlen mitfahren, denn das Wetter am Wettkampftag ist richtig winterlich. Schneetreiben und starker Wind, da wäre die Anfahrt mit dem Auto für mich der reinste Stress geworden. Für Georg als St. Antönier mit 4×4 natürlich kein Problem…

Vollgas im Schneesturm

Unangenehm ist es vor dem Start natürlich trotzdem. Was macht man am besten? Möglichst lange in der warmen, gemütlichen Bergbeiz hocken, oder sich im Schneesturm Warm- (oder Kalt?-) Laufen? Letztlich finde ich einen guten Kompromiss aus beidem; zumindest friere ich beim Start nicht. Apropos Start: vor dem hatte ich am meisten Bammel. Wenn 500 hoch motivierte Skitourengänger losrennen ist davon auszugehen, dass es hektisch, eng und viel zu schnell los geht.

Beim Start noch in der zweiten Reihe

So schlimm ist es dann aber gar nicht. Im Gegenteil, schon kurz nach dem Start bin ich in der Spitzengruppe ohne völlig blau zu sein. Nanu, was ist da los? Taktieren die nur? Warum kann ich mithalten? Gerade am Anfang des Rennens hätte ich nicht erwartet vorne dabei zu sein. Aber lieber so als anders herum. Schon bald kann sich eine 6er-Gruppe vom Rest des Feldes absetzen. Neben Micha Steiner, Geri Schneider und Marco Wildhaber sind noch die beiden Junioren aus dem Prättigau Patrick Perreten und Arno Lietha dabei. Zunächst halte ich mich zurück, bleibe im Windschatten der Führenden. Aber ich merke, dass ich eigentlich einen Tick schneller könnte. Irgendwann denke ich: Was soll’s, jetzt riskiere ich es einfach und gehe an die Spitze.

Flütsch Skitouring Team in Führung beim Nightattack

Für (fast) den Rest des Wettkampfes bleibe ich auch da. Erst ganz zum Schluss merke ich, dass ein Verfolger zum Schlussspurt ansetzt und an mir vorbeizieht. Erfreulicherweise ist es Patrick Perreten, ein junger Wilder mit grossem Talent. Wohl wissend, dass ich kein Schlusssprinter bin, gebe ich mich nicht kampflos geschlagen und versuche dran zu bleiben. Aber am Ende gewinnt dann doch Patrick mit einem hauchdünnen Vorsprung von 6 Hundertsteln. Aufregen tut mich das aber nicht im Geringsten. Es ist für mich unfassbar, beim Nightattack Zweiter zu werden!

Siegerehrung…

Hier geht’s zum Move (Movescount) und hier zur Aktivität (Strava).
Hier geht’s zur Internetseite des Veranstalters.

Bilder: Veranstalter, Madlen Flütsch

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